23. Okt 2011 | Bolivien | Soziale Bewegungen

TIPNIS-Protestmarsch in La Paz

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La Paz. Der Protestmarsch von hunderten Indigenen gegen die umstrittene Straße durch das "Indigene Territorium Nationalpark Isiboro Sécure" (TIPNIS) kam am vergangenen Mittwoch nach 65 Tagen Marsch in Boliviens Regierungssitz La Paz an.

Die Demonstranten wurden mit heftigem Applaus, Händeschütteln, Umarmungen und "Bienvenidos compañeros!"-Rufen begrüßt. Dem Zug schlossen sich u.a. Gewerkschafter, Arbeiter, Schüler und Studenten an, um ihre Solidarität zu zeigen und gegen die geplante Straße durch den TIPNIS, aber auch grundsätzlich gegen die Regierung, zu demonstrieren. Somit dauerte der Protestzug, der am Plaza Murillo vorbei führte, gut eineinhalb Stunden, bevor er sich am Plaza Mayor sammelte. Dort wurde eine katholische Messe vom Erzbischof gehalten, der sozialdemokratische Bürgermeister von La Paz, Luis Revilla, übergab den inidigenen Demonstranten, die anschließend ihre Ansichten und Forderungen verkündeten, den Stadtschlüssel.

Gegen Mitternacht wurde den indigenen Vertretern von Seiten der Regierung angeboten, mit 20 von ihnen am Donnerstagmorgen Verhandlungen im Vizepräsidentenamt zu beginnen. Die Indigenen bestehen jedoch auf direkte Verhandlungen zwischen Boliviens linksgerichtetem Präsidenten Evo Morales und 100 ihrer Vertreter im Regierungsgebäude.

Die Spitze des Protestmarsches der Indigenen
Menschen haben sich am Plaza Murillo, gegenüber des Regierungspalastes, versammelt, um den Marsch zu erwarten
In der Demo das Schild: "Der TIPNIS bedeutet Leben, töte ihn nicht, bewahre ihn"
Der Dachverband der bolivianischen Gewerkschaften beteiligt sich: "Die Emanzipation der Arbeiter wird ihr eigenes Werk sein
Tourismus-Studenten fordern die Bewahrung des natürlichen und kulturellen Erbes
Auch ein Frauen-Bürgerkomitee, eine Oberschichts-Vereinigung, schliesst sich der Demonstration an
Am Plaza San Francisco wird für die Teilnehmer des Marsches eine katholische Messe gehalten

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