25. Aug 2010 | Kolumbien | Menschenrechte

Zwei Menschenrechtsaktivisten in Kolumbien ermordet

DruckversionEinem Freund senden

Bogotá. In Kolumbien sind anfang der Woche innerhalb von 24 Stunden zwei Menschenrechtsaktivisten ermordet worden. Am Montag wurde im Municipio La Macarena der Körper von Norma Irene Pérez gefunden, die seit dem 7. August verschwunden war. Sie war als Aktivistin an der Untersuchung des Massengrabes in La Macarena beteiligt, in dem Anfang des Jahres die Überreste von 2.000 Menschen gefunden worden waren. Nach der Entdeckung des Grabes hatte der damalige Präsident Álvaro Uribe die Angehörigen der Mordopfer scharf angegriffen und ihnen "eine Strategie des Terrorismus" unterstellt, um das Militär zu diskreditieren. Die Betroffenen hatten daraufhin erklärt, die Aussagen Uribes machten sie zum "klaren und direkten militärischen Ziel der Streitkräfte".

Am Dienstag wurde dann im südöstlichen Departamento Cauca die Leiche von Beto Ufo Pineda gefunden. Er war Mitarbeiter der Nichtregierungsorganisation "Nueva Florida", die sich für Inlandsvertriebene einsetzt. Er galt seit dem 17. August als vermisst. Er ist bereits der 38. Aktivist aus der Bewegung gegen Vertreibungen, der seit 2002 ermordet wurde.

(jkue/tsur/cdo)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Morddrohungen

19. Mai | Mexiko | Menschenrechte

Pater Solalinde verlässt Mexiko wegen Morddrohungen

Solalinde auf einer Demonstration

Mexiko-Stadt. Der katholische Priester Alejandro Solalinde Guerra wird Mexiko aus Sicherheitsgründen verlassen. Er werde vorübergehend abwesend sein, um sein Leben zu schützen, sagte der Aktivist gegenüber der Tageszeitung La Jornada. In den letzten zwei Monaten hatte Solainde nach eigenen Angaben sechs Morddrohungen erhalten. … weiter >

Morddrohungen gegen honduranische Journalistin und Menschenrechtlerin

Tegucigalpa. Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat ihre Besorgnis angesichts von mehrfachen Todesdrohungen gegen eine honduranische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin geäußert. Itsmania Pineda Platero, Leiterin der Menschenrechtsorganisation Xibalba hatte am 6., 8. und 9. Januar dieses Jahres insgesamt vier Todesdrohungen erhalten. … weiter >

21. Nov 2011 | Honduras | Medien

Erneut Drohungen gegen Journalisten in Honduras

"Es lebe die freie Presse": Anhänger des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya

Morddrohungen gegen Mitarbeiter von Radio Uno und Radio Globo. Reporter ohne Grenzen kritisieren honduranische Regierung

Tegucigalpa. Laut Reporter ohne Grenzen ist es Anfang November wieder zu massiven Morddrohungen und Aggressionen gegen kritische Journalisten in Honduras  … weiter >