5. Mai 2011 | Chile | Menschenrechte

Chile: Oberster Gerichtshof prüft Vorwürfe gegen Mapuche-Gefangene

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Santiago de Chile. In einem Berufungsverfahren vor dem Obersten Gerichtshof Chiles sollen ein laufender Prozess beendet und Urteile gegen vier indigene Gefangenen aufgehoben werden. Sie Angehörigen der Mapuche-Volksgruppe werden beschuldigt, im Jahr 2008 ein Attentat auf den Staatsanwalt Mario Elgueta verübt zu haben.

Die sogenannte Nichtigkeitsklage wurde von der Zweiten Kammer des Gerichts angenommen, die sich aus den Richtern Jaime Rodríguez, Hugo Dolmestch, Guillermo Silva und aus den Anwälten Benito Mauríz und Jorge Lagos zusammensetzt, berichtet die chilenische Tageszeitung La Tercera.

Die Verteidigung der politischen Gefangenen argumentiert mit der Verwehrung eines fairen Prozesses vor dem Gericht in Cañete, vor welchem dreizehn Mapuche wegen versuchten Mordes, Personenschadens, terroristischer Verschwörung und Verschwörung zum Raub und des Diebstahls von Holz verurteilt wurden.

Der Revisionsprozess wird beginnen, während die im ersten Prozess verurteilten Mapuche Héctor Llaitúl, Ramón Llanquileo, Jonathan Huillical und José Huenuche einen bereits 50 Tage anhaltenden Hungerstreik im Gefängnis von Angol in der Region Araukanien weiterführen.

(arod/latercera)

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