23. Jun 2011 | Chile | Menschenrechte | Politik

Chile: Exhumierung Nerudas verschoben

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Santiago de Chile. Die Ermittlungsbehörden in Chile haben die Exhumierung der Leiche von Pablo Neruda aufgeschoben. Vor einem solchen Schritt forderte der Ermittlungsrichter Mario Carroza zunächst einen Bericht über Erkrankungen des Dichters und Nobelpreisträgers an, der zehn Tage nach dem blutigen Staatsstreich gegen die Regierung von Präsident Salvador Allende im September 1973 gestorben war.

Nach einer Meldung der argentinischen Nachrichtenagentur Telam kündigte Carroza an, zunächst die letzten Tage Nerudas, der an einer Krebserkrankung litt, zu rekonstruieren.

Carroza untersucht auch den Tod von Salvador Allende, der im Zuge des Putsches vom 11. September 1973 ums Leben kam. Im Rahmen dieser Ermittlungen war auch die Vermutung laut geworden, Neruda könne aus politischen Gründen ermordet worden sein. Entsprechende Versionen waren unter anderem von dem damaligen Chauffeur des Dichters gestützt worden. Vertreter der Kommunistischen Partei Chiles hatten daraufhin ein juristisches Verfahren beantragt.

(hneu/telam)

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