26. Aug 2011 | Deutschland | Kuba | USA | Politik | Wirtschaft

Kuba-Boykott: Einstweilige Verfügung gegen PayPal eingereicht

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München. Der deutsche Webshopbetreiber DTS&W hat wegen des Boykotts kubanischer Waren durch den Online-Bezahldienst PayPal eine einstweilige Verfügung beantragt. Mit dem Schritt will die Betreiberfirma der Plattform bardealer.de erreichen, dass PayPal eine bestehende Kontosperre wieder aufhebt. Diese Sperre war von dem Tochterunternehmen des US-Konzerns eBay mit der US-Blockade gegen Kuba begründet worden.

Im Juli diesen Jahres bekamen einige Webshops eine Mail vom Zahlungsabwickler PayPal, die ihnen den Verkauf von kubanischen Produkten aufgrund des US-amerikanischen Handelsembargos untersagte, wenn die Bezahlung per PayPal vorgenommen wird. Die Shop-Betreiber wurden aufgefordert, sämtliche kubanische Produkte aus dem Shop zu entfernen, bis dahin wurden ihre Konten beim Zahlungsanbieter gesperrt. Jetzt wehren sich erste Shop-Betreiber und wollen mit einer einstweiligen Verfügung einen Musterprozess führen und gegen die Sperrung vorgehen.

Der Boykott von PayPal sei "ein Schlag für die Shops, die einen Großteil ihrer Verkäufe über das Online-Zahlungssystem abrechnen", sagte gegenüber amerika21.de Jürgen Weissfloch von der  DTS&W-GmbH.

Auch die beiden Spirituosen-Händler bardealer.de und rumundco.de waren von der Sperrung betroffen und stehen vor dem Problem, dass bis zu 70 Prozent ihrer Umsätze bisher über PayPal abgewickelt wurden. Nun wehren sich die Shop-Betreiber. Federführend versucht bardealer.de, per einstweiliger Verfügung einen Schnellentscheid gegen PayPal zu erwirken und mit diesem Musterprozess der von Rum & Co, Weinquelle Lühmann, Kölner Rum Kontor, Getränke Paradies Wolf, Rum Paradise und dem Netzwerk Kuba unterstützt wird, auch anderen Anbietern den Weg zu ebnen.

(a21)

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