22. Sep 2011 | Kuba | Libyen | Militär | Politik

Kubanischer Botschafter prangert Missbrauch der UNO an

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Genf. Bolivien, Ecuador, Nicaragua und Kuba haben vor dem Menschenrechtsrat der UNO in Genf erneut den NATO-Krieg gegen Libyen verurteilt. Es handele sich um eine Aggression gegen das libysche Volk, hieß es. Der kubanische Botschafter in Genf, Rodolfo Reyes, der im Namen der vier ALBA-Staaten sprach, nannte den NATO-Einsatz eine illegale militärische Eskalation.

Die Organisation der Vereinten Nationen würde für geopolitische und wirtschaftliche Interessen missbraucht. Gleichzeitig habe die NATO die Friedensbemühungen der Afrikanischen Union ignoriert. Reyes sagte zudem, dass die internationalen Medien die Information über den Konflikt verzerren würden. Die vier lateinamerikanischen Länder forderten die sofortige Einstellung der NATO-Bombadierung und eine friedliche Lösung des Konfliktes.

Unterdessen äußerte sich Boliviens Präsident Evo Morales bei seinem Staatsbesuch in Kuba kritisch zu den Vereinten Nationen und insbesondere zum Weltsicherheitsrat. "Ich würde sagen, es ist ein Unsicherheitsrat", sagte Morales mit Bezug auf die Entscheidung zur UN-Resolution gegen Libyen. Den gleichen Begriff hatte er schon im Januar 2009 mit Blick auf die Reaktion des Rates nach dem Angriff Israels auf den Gaza-Streifen benutzt.

(hbut/PL/AFP)

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