12. Jan 2012 | Kuba | USA | Menschenrechte | Politik

Amnesty International kritisiert erneut Prozess gegen "Cuban Five" in USA

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London/Washington. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat in ihrem Jahresbericht 2011 das Verfahren gegen fünf in den USA inhaftierte Kubaner zum wiederholten Male als "unfair" kritisiert. Der entsprechende Passus wurde in dem Kapitel über die USA veröffentlicht und weist vor allem auf staatliche Zahlungen für Journalisten hin, die das Verfahren mit Propagandameldungen beeinflusset haben.

Bereits im Oktober 2010 hatte Amnesty International in einem Brief an die Justizbehörden eine bislang verwehrte Neuauflage des Verfahrens gefordert – bislang ohne Ergebnis.

Das US-amerikanische Komitee zur Befreiung der als "Cuban Five" bekannten politischen Gefangenen nahm den Amnesty-International-Bericht nun zum Anlass, erneut die umgehende Haftentlassung der Männer zu fordern.

Der Fall der "Cuban Five" belastet seit Jahren die Beziehungen zwischen Kuba und den USA. Die fünf Männer waren Ende 1998 in den USA inhaftiert worden, weil sie gewaltbereite Organisationen des ultrarechten kubanischen Exils in den USA beobachtet und Informationen nach Havanna weitergegeben hatten. Die US-Behörden hatten sich zuvor geweigert, gegen die gewaltbereiten Organisationen vorzugehen.

(hneu/ai/freethefive)

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