9. Aug 2010 | Venezuela | Wirtschaft

Venezuelas Wirtschaft stabil

Beschäftigungszahlen bleiben nach Angaben des Staatschefs konstant. Chávez: Inflation in 1990er Jahren weitaus höher

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Caracas. Trotz der Schwächung des Bruttoinlandsproduktes wird es der venezolanischen Volkswirtschaft möglich sein, die neue Sozialpolitik der vergangenen Jahre aufrecht zu erhalten. Das sagte der Präsident des südamerikanischen Landes, Hugo Chávez, am Sonntag in seiner wöchentlichen Radio- und Fernsehsendung Aló Presidente.

Während Chávez den Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im ersten Quartal 2010 um 5,8 Prozent mit der andauernden Weltwirtschaftskrise begründete, führte er den Anstieg der Löhne und Gehälter um 25 Prozent und die gleichbleibenden Beschäftigungszahlen als Beleg für die Stabilität an. Das Bruttoinlandsprodukt hat in Venezuela in fünf aufeinanderfolgenden Quartalen negativ abgeschnitten.

Chávez zog in seiner Sendung ausführlich Bilanz der Regierungspolitik seit seinem Amtsantritt Anfang 1999. Während die extreme Armut in dem Erdölstaat Mitte der 1990er Jahre bei rund 40 Prozent gelegen habe, läge sie derzeit noch bei 7,2 Prozent.

Der Staatschef kritisierte zugleich die Berichterstattung über die Entwicklung der Inflation, die derzeit bei 22,2, Prozent liegt. Unter dem sozialdemokratischen Präsidenten Carlos Andrés Pérez habe die Geldentwertung bei 45,3 Prozent gelegen, unter seinem christdemokratischen Nachfolger Rafael Caldera bei 59,6 Prozent.

Anders als in Europa oder den USA wälze die sozialistische Regierung die aktuelle Krise aber nicht auf die Arbeiter und Angestellten ab, fügte Chávez an. "In Spanien haben zehntausende Betriebe geschlossen", so Chávez in seiner Sendung: "Ganz zu schweigen von den USA, wo bislang fünf Millionen Menschen ihre Arbeit verloren haben."

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