14. Jan 2010 | Venezuela | Wirtschaft

Keine Stromrationierung in Caracas

Dürrekatastrophe weitet sich aus. Elektrizitätsminister entlassen

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Caracas. Die venezolanische Regierung hat die erst vorgestern angekündigte Rationierung von Strom in der Hauptstadt Caracas wieder aufgehoben. Von der Maßnahme seien nicht die gewünschten Auswirkungen zu erwarten. Der bisher für das Krisenmanagement zuständige Elektrizitätsminister Angel Rodríguez wird entlassen. "Die Regierung muss ihre Fehler erkennen und sie rechtzeitig korrigieren können", begründete Präsident Hugo Chávez den drastischen Schritt heute.

Landesweit rationiert die Regierung seit Wochen den Strom, um den Energieverbrauch einzudämmen. Regional wird die Stromversorung bis zu vier Stunden täglich unterbrochen. Der gesamte Norden Südamerikas leidet unter einer schweren Dürreperiode, da die letzte Regenzeit deutlich zu trocken ausgefallen ist. Auch Kolumbien, Brasilien und Ecuador leiden unter Engpässen bei der Wasser- und Stromversorgung. Da Venezuela den größten Teil seiner Energie aus Wasserkraftwerken bezieht, ist das Land doppelt vom Wassermangel betroffen.

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