16. Mär 2010 | Spanien | Venezuela

Chávez kontert Vorwürfe wegen ETA

Mitglieder der baskischen Organisation seit 1989 aufgrund eines Regierungsabkommens in Venezuela. Staatschef verlangt Belege

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Caracas. Venezuelas Regierung reagiert mit scharfer Kritik an den Vorwürfen eines spanischen Ermittlungsrichters, denen zufolge das südamerikanische Land Mitglieder der baskischen Separatistenorganisation ETA unterstützt. Entsprechende Anschuldigungen des Richters Eloy Velasco waren von der ultrarechten Opposition in Spanien in den vergangenen Wochen genutzt worden, um einen Abbruch der politischen Beziehungen zwischen Madrid und Caracas zu fordern.

Ehemalige Mitglieder der Baskenorganisation seien 1989 aufgrund eines Abkommens zwischen dem spanischen Ministerpräsidenten Felipe González und der venezolanischen Regierung unter Präsident Carlos Andrés Pérez in das südamerikanische Land emigriert, sagte Chávez auf einer Pressekonferenz in Caracas. Die Vereinbarung sollte den Regionalkonflikt zwischen der baskischen Separatistenbewegung und der Zentralregierung in Madrid entschärfen.

"Warum fragt niemand Felipe González, weshalb er dieses Abkommen mit Carlos Andrés Pérez geschlossen hat", sagte der venezolanische Staatschef nach Angaben internationaler Nachrichtenagenturen. Die damals emigrierten ehemaligen ÉTA-Mitglieder seien heute venezolanische Staatsbürger, führte er aus: "Sie leben hier, haben Kinder und Enkelkinder und wir sind sicher, dass sie in keinen terroristischen Aktionen teilnehmen."

Der spanische Ermittlungsrichter hatte der venezolanischen Regierung vorgeworfen, die Verbindungen zwischen der ETA und der kolumbianische FARC-Guerilla zu unterstützen. Auch stellte er Haftbefehle gegen zwölf spanische Basken aus, die in Venezuela leben. "Wenn sie mir die Vorwürfe belegen, wäre das eine andere Sache", entgegnete Chávez nun. Mit manipulierten Vorwürfen werde er sich aber nicht auseinandersetzen.

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