11. Jul 2011 | Venezuela | Politik

Ex-Vizepräsident Rangel: Chávez braucht keine Chemotherapie

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Caracas. Der ehemalige venezolanische Vizepräsident und Journalist Jośe Vicente Rangel hat sich in einem Interview mit der kolumbianischen Wochenzeitung Semana zu Details der Krebserkrankung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez geäußert. "Der Tumor, der ihm entfernt wurde, war eingeschlossen", erklärte Rangel gegenüber Semana. Stimmen die Informationen Rangels, dann handelt es sich bei der Erkrankung des Präsidenten um einen gutartigen Tumor. Geschwüre dieser Art verdrängen durch ihr Wachstum umliegendes Gewebe, zerstören es aber nicht. Rangel fügte hinzu: "Ich weiß, dass es sich nicht um Darmkrebs handelt und dass er [Chávez] im Moment keine Chemotherapie braucht." Allerdings, so Rangel, gäbe es bei Tumoren "viele unvorhersehbare Faktoren".

Hinsichtlich einer möglichen Nachfolge des Präsidenten wies Rangel Gerüchte über eine eigene Rückkehr in die Politik zurück. Der 82-jährige, der selber dreimal als Kandidat der venezolanischen Linken bei den Präsidentschaftswahlen angetreten war, verwies im Gegenzug auf den aktuellen Vizepräsidenten Elías Jaua, Außenminister Nicolas Maduro und Energieminister Rafael Ramírez als mögliche Nachfolger.

Auf Nachfrage der Interviewerin bestätigte Rangel jedoch die Schwierigkeiten eines möglichen Nachfolgers in der Vermittlung und Integration der unterschiedlichen Flügel innerhalb der Regierungspartei PSUV. Auch die politischen Abhängigkeiten einer staatlichen Alimentierung sowohl der Armee, als auch ärmerer Bevölkerungsteile bestätigte Rangel als schwere Last für einen möglichen Nachfolger.

(jull/semana)

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