18. Okt 2011 | Lateinamerika | Soziales

Heftiges Unwetter: Mittelamerika ruft den Notstand aus

DruckversionEinem Freund senden

San Salvador. El Salvador hat am heutigen Dienstag (Ortszeit) als viertes zentralamerikanisches Land den Notstand ausgerufen. Auch Guatemala, Nicaragua und Honduras haben diesen landesweit nach den tagelangen schweren Regenfällen und folgenden Erdrutschen erklärt, meldet der lateinamerikanische Fernsehsender Telesur. Auch Costa Rica und der Süden von Mexiko leiden unter den Unwettern.

Insgesamt sind in Zentral- und Südamerika laut Agenturmeldungen schon über 160 Menschen durch die Auswirkungen dieses tropischen Tiefs umgekommen. Auch im Nordosten Kolumbiens starben laut Telesur am vergangenen Wochenende mindestens sechs Menschen in den Fluten. Viele Dörfer wurden von den Wassermassen überflutet, Brücken weggerissen und Straßen zerstört. Hunderttausende Menschen sind von den Unwettern betroffen.

In Venezuela wurde unterdessen am Montag ein Beobachtungszentrum zur Frühwarnung bei Unwettern eingeweiht. Die neue Einrichtung soll dafür Daten von verschiedenen Quellen zusammenführen und bestehende Institutionen einbinden wie das Nationale Meteorologische Institut oder Rettungskräfte, erklärte der stellvertretende Innenminister Néstor Luis Reverol. Das Land wurde bereits im November und Dezember 2010 von historischen Regenfällen getroffen, die zehntausende Menschen obdachlos werden ließen.

(mgra/tsur/vtv)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Naturkatastrophe

8. Mai | Chile | Politik | Soziales

Zwei Jahre nach Beben: Küstenbewohner in Chile fordern Hilfe

Santiago de Chile. Bewohner der Küstenregionen Chiles, die 2010 von einem Erbeben und einem Tsunami verwüstet wurden, haben einen Protestmarsch zur Hauptstadt begonnen, um von der Regierung Hilfsmaßnahmen einzufordern. … weiter >

Im Süden Mexikos droht schwere Ernährungskrise

Maiskolben

Oaxaca, Mexiko. Nach Schätzungen mehrere lokaler Indigenen- und Bauernorganisationen droht im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca in 172 Gemeinden eine schwere Ernährungskrise. … weiter >

Chile: Gedenken an das Erdbeben vor zwei Jahren

"2 Jahre Lügen ..."

Proteste gegen die Regierung, die ihrer Verantwortung für den Wiederaufbau nicht gerecht werde.

Santiago de Chile. Chile gedenkt dieser Tage des zweiten Jahrestages eines schweren Erdbebens, das weite Teile des Landes verwüstet hat. … weiter >