Wandbild zum Gedenken an Berta Caceres und Marielle Franco: "Du hast die Kugel, wir das Wort"

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Wandbild in der Malmöer Straße 29
Wandbild in der Malmöer Straße 29

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Du hast die Kugel, wir das Wort.
Du hast die Kugel, wir das Wort.

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Angela Atuesta
Angela Atuesta

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Juan Fonso
Juan Fonso

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Berta Cáceres am río Gualcarque
Berta Cáceres am río Gualcarque

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Laura Ortiz
Laura Ortiz

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Marielle Franco
Marielle Franco

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Marielle Franco wurde zusammen mit ihrem Fahrer Anderson Gomes erschossen
Marielle Franco wurde zusammen mit ihrem Fahrer Anderson Gomes erschossen

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Das Projektil einer MP5 von Heckler & Koch.
Das Projektil einer MP5 von Heckler & Koch.

Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg haben drei kolumbianische Kunstschaffende, Fonso, La Negra und Soma, ein Wandbild in Gedenken an das Wirken und die Ermordung von Berta Cáceres (1971-2016 / Honduras) und Marielle Franco (1979-2018 / Brasilien) gemalt.

Berta Cáceres war eine bekannte Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin, die sich mit der indigenen Organisation COPINH gegen illegale Bergbau- und Wasserkraftprojekte auf dem Land der Lenca-Gemeinschaft engagierte. Marielle Franco war Menschenrechtsverteidigerin und Stadträtin für die Linkspartei Sozialismus und Freiheit in Rio de Janeiro. Als Schwarze und lesbische Frau setzte sie sich gegen Rassismus und Polizeigewalt in der brasilianischen Metropole ein und engagierte sich für die Rechte von Frauen, LGBTIQ und Favela-Bewohner.

Die Turbinen für das Agua Zarca-Wasserkraftwerk sollte Voithhydro liefern, ein Joint Venture der deutschen Unternehmen Voith und Siemens. Obwohl sie wiederholt auf Menschenrechtsverletzungen im Umfeld des Projekts hingewiesen wurden, hielten sie auch noch Monate nach dem Mord an Cáceres an dem Liefervertrag mit der Betreiberfirma fest. Die Waffe, mit der Franco ermordet wurde, war ein Fabrikat des deutschen Waffenherstellers Heckler & Koch, die an Sondereinheiten der brasilianischen Polizei geliefert worden waren. Trotz deutscher Waffenexportkontrolle gelangte sie in die Hände von Milizen.

Das Wandbild, das vom Menschenrechtskollektiv für Honduras (Cadeho) und dem Kollektiv Orangotango (Kollektiv für kritische Bildung und kreativen Protest) angeregt wurde, befindet sich an der Hausfassade des Hausprojektes Malmöer Str. 29, 10439 Berlin.

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