Janete und Alenir Guarani-Kaiowá aus Mato Grosso do Sul (Brasilien) berichten über den Kampf für die Demarkierung ihres traditionellen Landes, gegen die Interessen der Agrarindustrie, und über die Kuñangue Aty Guasu, die Frauenorganisation der Guarani-Kaiowá. Diese fordert die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ebenso ein wie den Respekt für das indigene Leben und die Umwelt (insbesondere im Angesicht der Demontage indigener Institutionen unter der aktuellen Regierung). Als Frauen sind sie zudem besonders betroffen von rassistischer Diskriminierung und der zunehmenden Gewalt. Dagegen organisieren sie sich z.B. durch Stärkung ihrer traditionellen Religion und Medizin.
Auch die Verantwortung Deutschlands soll beleuchtet werden – als Importeur von Agrarrohstoffen und Sitz multinationaler Agrarkonzerne wie Bayer und BASF.
Vortrag 17 Uhr, vorher (ab 16 Uhr) Feijoada
„Die den Indigenen zustehenden Rechte müssen garantiert werden, unsere Entscheidungen respektiert und bei allen Angelegenheiten, die uns betreffen, muss unsere Zustimmung eingeholt werden. Wir sehen, wie unser Land zerstört wird; wie die Agrarindustrie unsere Wälder und Flüsse vergiftet; wie wir gezwungen werden, in kleinen Reservaten zu leben. Aber unser Land ist keine Ware!“

