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05.07.2010 Chile / Politik

Chile: Die Rückkehr der Rechten an die Macht

Berlin: Abendveranstaltung mit Urs Müller Plantenberg und Isidoro Bustos V.

Ab 11. März dieses Jahres sind die konservativen Kräfte in Chile wieder an der Macht. Die die Diktatur Pinochets unterstützt haben, haben heute das Sagen im Regierungspalast La Moneda. Dies war vorauszusehen: Nach 20 Jahren war die Concertación por la Democracia, das Bündnis von Christ- und Sozialdemokraten aller Couleur ziemlich erschöpft.

Trotz einiger nicht zu unterschätzenden Fortschritte im Bereich Menschenrechte und im gewissen Maße im sozialen Bereich, hat sich die ideologische Herrschaft des Konsumismus unter dem Mitte-Links-Bündnis noch verstärkt. Dabei haben die Medien – in den Händen zweier konservativer Konzerne – eine entscheidende Rolle gespielt.

In dieser Veranstaltung möchten wir differenziert die Gründe analysieren, die zum Sturz der Mitte-Links-Regierung geführt haben. Dabei werden wir auch die Konsequenzen der Machtübernahme einer konservativen Koalition betrachten, in der die extremrechte Partei UDI die stärke Kraft ist. Dabei ist auch die aktuelle Krise innerhalb des politischen Spektrums, die nicht nur die Parteien der geschlagenen Mitte-Links-Koalition, sondern auch die regierenden rechten Parteien betrifft, Teil dieser Debatte.

Selbstverständlich muss die Bedeutung dieser Änderung im politischen Szenarium Chiles auch vor dem lateinamerikanischen Kontext betrachtet werden, in dem immer mehr Mitte-Links-Regierungen an der Macht sind.

Termindaten
Datum: 
05.07.2010, 19:00 - 22:00
Stadt: 
Berlin
Veranstaltungsart: 
Informationsveranstaltung
Veranstaltungsort: 
Versammlungsraum im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6 Mehringdamm)
Veranstalter: 
FDCL
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