LatiF 2014: Post-, neo- oder dekolonial?

Köln: Lateinamerikas Gesellschaften im Kampf gegen Fremdbestimmung. "Lateinamerika im Fokus" Tagung

Nach knapp 500 Jahren Kolonialzeit erreichten die meisten lateinamerikanischen Länder - zumindest formell - im 19. Jahrhundert ihre Unabhängigkeit. Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat waren wesentliche Instrumente des kolonialen Systems und prägen noch heute den Alltag und das Leben der Menschen in Lateinamerika. Doch vielerorts haben sich alternative Gesellschaftsmodelle entwickelt oder bereits etabliert: Konzepte wie das der Plurinationalität; die Rückbesinnung auf indigene Kosmovisionen und Formen gemeinschaftlichen Wirtschaftens tragen zur Überwindung kolonialer Machtverhältnisse bei.

Doch inwieweit reproduzieren auch wir in Deutschland koloniale Denkmuster wenn wir "Entwicklungshilfe" betreiben oder über Kolumbus' "Entdeckung" Amerikas sprechen?
Findet ein Emanzipationsprozess der lateinamerikanischen Gesellschaften aus kolonialen Machtstrukturen statt?
Steht es uns überhaupt zu, dies zu beurteilen und uns darin einzumischen?
Und vorallem: Was können wir von Dekolonialiserungsprozessen in Lateinamerika lernen um unsere eigene Rolle als kritisch zu hinterfragen?

Mit diesen Fragen wollen wir uns vom 9. bis 11. Mai auseinandersetzen!

Termindaten
Datum: 09.05.2014, 18:30 - 11.05.2014, 16:00
Stadt: Köln
Veranstaltungsart: Fachtagung
Veranstaltungsort: Universität zu Köln
Veranstalter: Fachschaft Regionalstudien Lateinamerika
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