Atomkraft in Lateinamerika

Beiträge zur Debatte um die friedliche Nutzung der Atomenergie in Lateinamerika.

Die Reaktorkatastrophe in Japan im März 2011 hat auch in Lateinamerika eine Kontroverse über die Gefahren der Atomkraft geschürt. Kritiker sehen sich auch hier in der Befürchtung bestätigt, dass das Risiko von Atomkraftwerken vom Menschen am Ende nicht zu kontrollieren ist.

Die Debatte bekam Auftrieb, nachdem mehrere Regierungen Südamerikas in den vergangenen Jahren den Bau von Atomreaktoren angekündigt haben, um chronischen Energieengpässen in der wirtschaftlich aufstrebenden Region entgegenzuwirken. Entsprechende Absichtsbekundungen kamen aus Venezuela und Chile.

Argentinien, Mexiko und Brasilien setzen bereits seit Jahrzehnten auf Atomkraft. Nach Angaben der industriefreundlichen World Nuclear Association bestehen in den drei Staaten sechs aktive Atomkraftwerke. Dennoch ist ihre Bedeutung für die nationale Stromversorgung marginal.

Unter dem Eindruck der Katastrophe verändert sich die Lage nun grundlegend. Während die AKW-Staaten unter Druck geraten, hat Venezuelas Regierung bereits angekündigt, auf Pläne zum Bau von Nuklearreaktoren zu verzichten.

Amerika21.de dokumentiert an dieser Stelle die Artikel und Meldungen über den Verlauf der Diskussion in Lateinamerika.

Argentinien und Brasilien bauen gemeinsam Atomreaktoren

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández und der frühere Präsident Brasiliens, Lula da Silva, beschlossen 2008 die atomar

Río de Janeiro. Die Regierungen von Argentinien und Brasilien haben am Montag in Río de Janeiro eine bilaterale Vereinbarung über die Zusammenarbeit beim Bau eines brasilianischen  … weiter >

29. Jul 2012 | Brasilien | Soziale Bewegungen | Umwelt

Widerstand gegen Uranabbau in Nordostbrasilien

"Gegen Uran- und Phosphatabbau"

Anwohner protestieren gegen geplante Uranmine im Bundesstaat Ceará. Folgen für Gesundheit und Landwirtschaft befürchtet

Fortaleza, Brasilien. Im nordostbrasilanischen Bundesstaat Ceará regt sich erster Widerstand gegen den Uranabbau in der Region. … weiter >

9. Mär 2012 | Brasilien | Deutschland | Politik | Wirtschaft

Kritik an Atombürgschaft für Brasilien wächst

Das Atomkraftwerk Angra I in Brasilien

Regierung hält am Bau des Meilers Angra 3 fest. Deutschland will weiter für Siemens-Deal bürgen

Berlin. Das geplante Atomkraftwerk Angra 3 in Brasilien ist nicht sicher zu betreiben. Diesen Schluss zieht der brasilianische Atomingenuer  Francisco Corrêa. … weiter >

Westerwelle von Atomprotestbrief in Brasilien überrascht

Westerwelle in Brasilien

Rio de Janeiro. Atomkraftgegner haben Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bei seinem Besuch in Brasilien einen Protestbrief überreicht. Das Schreiben richtet sich gegen die Bewilligung der deutschen Exportkreditbürgschaft für das Atomkraftwerk Angra im Bundesstaat Rio de Janeiro. Der Brief liegt der Redaktion von amerika21.de vor. … weiter >

Aktivisten und Intellektuelle beraten mit Fidel Castro

Treffen mit Fidel Castro am Rande der Buchmesse in Havanna

Treffen mit mit Ex-Präsidenten am Rande von Buchmesse. Thema Friedens- und Umweltpolitik

Havanna. Kubas ehemaliger Staats- und Regierungschef Fidel Castro hat mit Intellektuellen und Aktivisten aus Lateinamerika, Europa und den USA gemeinsame Initiativen für die Frie … weiter >

11. Feb 2012 | Brasilien | Deutschland | Umwelt

Alternative Nobelpreisträger gegen deutsche Atombürgschaft für Brasilien

Berlin. Preisträger und Mitglieder des Weltzukunftsrats (World Future Council) haben sich mit einem offenen Brief an die deutsche Bundesregierung gewandt. Darin sprechen sich die international renommierten Unterzeichner gegen eine Hermes-Bürgschaft aus Deutschland für den Bau des brasilianischen Atomkraftwerks Angra 3 aus. … weiter >

6. Jan 2012 | Brasilien | Politik | Umwelt

Meeresspiegel vor São Paulo um 74 cm gestiegen

Protest gegen Hermeskredit vor dem Kanzleramt

Neue Gefahr für Atomkraftwerke von Angra? Deutsche Bundesregierung wegen Exportkreditbürgschaft erneut in Kritik

São Paulo. Der Meeresspiegel an der Nordküste des brasilianischen Bundesstaates São Paulo ist in den letzten 100 Jahren um 74 Zentimeter angestiegen. … weiter >

20. Okt 2011 | Brasilien | Politik | Umwelt | Wirtschaft

Brasilien: Drei ungemeldete Störfälle in Urananreicherungsanlage

Rio de Janeiro. In der brasilianischen Urananreicherungsanlage Fábrica de Combustível Nuclear (FCN) in Resende im Bundesstaat Rio de Janeiro ist es in den letzten drei Jahren zu Zwischenfällen gekommen, die nicht der Öffentlichkeit bekannt gegeben wurden. Dies wurde erst am gestrigen Mittwoch durch einen Bericht der Tageszeitung Correio Braziliense bekannt. … weiter >

30. Sep 2011 | Argentinien | Wirtschaft

Fernández weiht Atomkraftwerk ein

Buenos Aires. Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández weihte am Mittwoch das Atomkraftwerk Attucha II, 100 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Buenos Aires ein. … weiter >

1. Jul 2011 | Brasilien | Politik | Umwelt | Wirtschaft

Brasilien: BNDES überweist erste Kreditrate für Atomkraftwerk Angra 3

BNDES-Hauptsitz in Rio

Rio de Janeiro. Brasiliens staatliche Entwicklungsbank Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social (BNDES) hat am 27. Juni die erste Kreditzahlung für den Bau des umstrittenen Atomkraftwerks Angra 3 an Eletrobrás Termonuclear S.A. - Eletronuclear in Höhe von 200 Millionen Reais (umgerechnet 88 Millionen Euro) überwiesen. … weiter >

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