Ecuador / Politik / Umwelt

Urteil gegen US-Ölkonzern Chevron bestätigt

Oberster Gerichtshof in Ecuador hat Urteil gegen den US-Ölkonzern Chevron letztinstanzlich bestätigt

In Ecuador wurde der US-Ölkonzern Chevron wegen schwerer Umweltverschmutzung im Amazonas-Gebiet

zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. So meldet es die Französische Nachrichtenagentur AFP. Demnach habe der Oberste Gerichtshof in Ecuador den US-Ölkonzern Chevron zu einer Geldstrafe von umgerechnet 7 Milliarden Euro verurteilt. Das Gericht habe damit die in Urteilen von 2011 und 2012 festgestellte Schuld des US-Konzerns bestätigt. Allerdings habe das Gericht die Strafe um die Hälfte reduziert. Rund 30.000 Einwohner einer Provinz im Nordosten Ecuadors hatten sich zu einer Opfervereinigung zusammengeschlossen. Gemeinsam klagten sie gegen die Verschmutzung des Regenwaldes durch die Ölförderung der Firma Texaco. Sie warfen der Firma vor, Milliarden Liter giftiger Öbabfälle im Amazonas-Regenwald entsorgt zu haben. Dadurch seien Böden und Flüsse verschmutzt worden. Die Firma Texaco gehört dem US-Ölkonzern Chevron an. Die gegen Chevron verhängte Strafe sei die bislang höchste in der Geschichte des Umweltrechts. Gegen ExxonMobil war wegen der Ölpest in Alaska von 1989 eine Strafe von 4,5 Milliarden Dollar verhängt worden. Dazu sprachen wir mit Harald Neuber, Redakteur bei Amerika21.

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