Herbizid "Roundup" schadet Mensch und Natur

Buenos Aires. Eine neue Studie aus Argentinien zeigt auf, wie der Anbau von genveränderter, Glyphosat tolerierender Soja die Gesundheit von Menschen und Tieren bedroht. Glyphosat kann demnach Embryonen vergiften und zu Geburtsfehlern führen. Die zeigt die Studie des argentinischen Professors Andrés Carrasco, die im September auf der 6. Konferenz der Gentechnikfreien Regionen Europas vorgestellt wurde.

Die Hauptleidtragenden dieses Pestizids in den Regionen Argentiniens, wo Hauptanbaugebiete des glyphosatresistenten, gentechnisch veränderten Sojas liegen, sind die in der Nähe der Monoplantagen lebenden Kleinbäuerinnen und -bauern sowie Feldarbeiter, die mit ungenügenden Schutzkleidungen ausgestattet sind. Glyphosat ist der Wirkstoff des weltweit am meisten verkauften Spritzmittels gegen Unkraut. Entwickelt wurde es von Monsanto im Jahre 1970, ab 1974 wurde es als Herbizid Roundup auf dem Markt verkauft. Ab 1996 führte Monsanto genetisch verändertes Saatgut ein, das resistent gegen Glyphosat ist -- das so genannte Roundup Ready. Mit diesem neuen Saatgut konnten die Bauern das Gift durchgängig während des Anbau- und Ernteprozesses einsetzen, was den Einsatz des Herbizids drastisch erhöht.

Dieser massive Anbau von Gentechnik-Soja in Nord- und Südamerika hat somit gravierende toxische Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt.

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