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Protestaktion in Botschaft von Honduras in Berlin

Berlin. Die Gruppierung "Queeres Bündnis Walter Tróchez" hat am Montag in der honduranischen Botschaft in Berlin gegen die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in dem zentralamerikanischen Land protestiert. Mit der Übergabe eines Trauerkranzes an den amtierenden Botschafter der international nicht anerkannten De-facto-Regierung, Efraín Díaz Arrivillaga, wurde an die Ermordung des Menschenrechtsaktivisten Walter Tróchez vor einem Jahr erinnert.

Der 27 Jahre alte Aktivist, der sich unter anderem für die Rechte von HIV-Positiven und Transgender-Personen einsetzte, war am 13. Dezember letzten Jahres in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa erschossen worden. Der Mord an Tróchez und Dutzenden weiteren Menschen in Honduras war eine direkte Folge des Putschs vom 28. Juni 2009. Bis heute hat es keine Untersuchung der Morde gegeben.

In einem offenen Brief an den honduranischen Botschafter forderte die Gruppe ein Ende der staatlichen Verfolgung und eine Aufarbeitung der Verbrechen. Díaz Arrivillaga wurde vor wenigen Wochen in Deutschland akkreditiert, obwohl die Staatsführung unter dem rechtsgerichteten Unternehmer Porfirio Lobo von dem Putschregime inthronisiert wurde.

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