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Lehrerin stirbt bei Polizeieinsatz in Honduras

Tegucigalpa. Erneut ist es bei sozialen Protesten in Honduras zu einem Todesopfer gekommen. Nach übereinstimmenden Berichten internationaler Nachrichtenagenturen ist eine 59jährige Lehrerin bei der Besetzung des Gebäudes des Pensionsfonds in der Hauptstadt Tegucigalpa von Polizeikräften getötet worden. Die Frau sei bei der Flucht von Einsatzkräften schwer verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben. Die Proteste hatten sich gegen die mangelhafte Sozialpolitik der De-facto-Regierung unter Führung des Unternehmers Porfirio Lobo gerichtet. Die Pensionskasse INPREMA weist derzeit ein Defizit von umgerechnet mehreren Millionen Euro auf.

Seit dem Putsch gegen die letzte demokratische gewählte Regierung des mittelamerikanischen Landes dauert in Honduras die Gewalt gegen Aktivisten der Demokratiebewegung und soziale Organisationen an. Nach Angaben demokratischer Institutionen sind seither über 100 Menschen politischen Morden zum Opfer gefallen.

Auch nach den jüngsten Zusammenstößen verurteilten soziale Organisationen die Gewalt. Nach Angaben des Vorsitzenden der Lehrergewerkschaft, Joel Almendarez, sind bei den Konfrontationen zum Ende der Woche zehn Kollegen zum Teil schwer verletzt worden.

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