Kuba / Wirtschaft

Kuba: Regierung will An- und Verkauf privaten Eigentums flexibilisieren

Havanna. Die auf dem sechsten Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) Mitte April diesen Jahres beschlossenen Strukturveränderungen der kubanischen Wirtschaft nehmen immer konkretere Züge an. Auf der jüngsten erweiterten Sitzung des Ministerrates kündigte dieser eine weitgehende Neuregelung der bisherigen Gesetzesbestimmungen zum Kauf und Verkauf von Wohneigentum und Autos an. Wie die kubanische Tageszeitung Granma in ihrer Ausgabe vom 1. Juli berichtete, soll es kubanischen Staatsbürgern sowie in Kuba dauerhaft lebenden Ausländern künftig gestattet sein, Wohnungen und Autos käuflich zu erwerben und an Privatpersonen zu verkaufen. Bislang war der Wohnungstausch die einzige legale Möglichkeit an Wohnraum zu kommen, während der Autokauf- und Verkauf auf Modelle vor dem Fabrikationsjahr 1959 beschränkt blieb. Durch die noch in diesem Jahr in Kraft tretenden neuen Bestimmungen erhoffen sich die politisch Verantwortlichen eine Verbesserung der angespannten Wohnungs- und Transportsituation sowie zusätzliche Einnahmen für den Staatshaushalt durch die beim Kauf- und Verkauf anfallenden Steuern und Abgaben.

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