Honduras / Politik

Honduras: Befreiungstheologe Milla geht nach Morddrohungen ins Exil

Tegucigalpa. Der in Honduras wirkende katholische Priester Fausto Milla hat nach einer Reihe von Morddrohungen angekündigt, das mittelamerikanische Land zu verlassen. Milla, der einer regierungsunabhängigen Wahrheitskommission zur Untersuchung des Putsches gegen die letzte demokratisch gewählte Regierung von Honduras angehört, äußerte auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Tegucigalpa sein Bedauern über den Schritt. Es tue ihm leid, ins "erzwungene Exil" zu gehen und "ein Volk im Kampf" zurückzulassen, so Milla.

Nach Angaben des Befreiungstheologen bezogen sich einige der Morddrohungen der vergangenen Wochen und Monate auf Äußerungen, mit denen er Menschenrechtsverletzungen publik gemacht hatte. Er sei daraufhin auch von dem Vorsitzenden der regierungsunabhängigen Wahrheitskommission, Andrés Pavón, auf die zunehmende Gefahr für sein Leben aufmerksam gemacht worden.

Milla verlässt Honduras zusammen mit seiner Assistentin Denía Mejía und geht ins Exil nach Nicaragua.

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