Mapuche-Frauen protestieren in Chile gegen Repressionen

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Protestaktion der Mapuche-Frauen am Präsidentenpalast
Protestaktion der Mapuche-Frauen am Präsidentenpalast

Santiago de Chile. In Chile halten angesichts der staatlichen Repression gegen Mitglieder der Mapuche-Volksgruppe die Proteste an. Zwei Mapuche Frauen der Gemeinde Temucuicui kletterten Ende der Woche mit einem Banner in den zweiten Stock des chilenischen Regierungspalastes La Moneda, um gegen die fortwährende Gewalt staatlicher Kräfte gegen ihre Gemeinde Temucuicui zu demonstrieren. Die beiden Demonstrantinnen wurden daraufhin festgenommen.

Erst vergangene Woche wurden in Temucuicui fünf Personen bei Polizeiübergriffen verletzt – unter ihnen ein Kind. Die Frauen fordern die Aufhebung des Belagerungszustandes und klagen den Großgrundbesitzer René Urban an, gegen die Mütter der Mapuche-Oberhäupter Morddrohungen ausgesprochen zu haben.

Temucuicui liegt in der Nähe von Temuco im Süden Chiles und ist die Mapuche Gemeinde, in der die meisten Repressionen zu verzeichnen sind. Die Indigenen werden von Forstunternehmen und Großgrundbesitzern bedrängt und können ihr traditionelles Leben nicht mehr ausüben.

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