Bolivien / Politik / Umwelt

Bolivien führt Tag der Fußgänger ein

La Paz. Am vergangenen Sonntag feierte Bolivien zum ersten Mal den "Tag der Fußgänger und Radfahrer zum Schutz der Mutter Erde". Dieser wurde kürzlich per landesweitem Gesetz eingeführt und wird zukünftig jährlich am ersten Sonntag im September gefeiert. An diesem Tag ist der Gebrauch motorisierter Fortbewegungsmittel je nach Ortschaft für 4 bis 10 Stunden in ganz Bolivien verboten.

Der Komunikationsdirektor der Stadt La Paz warnte zuvor, dass eine Missachtung des Verbots doppelt bestraft würde, weil verwendete Fahrzeuge zum Einen während dieser Sperrzeit beschlagnahmt würden und zum Anderen ein Bußgeld zu bezahlen sei. Durch Aktionen der Lokalregierungen und verschiedener Organisationen und Verbände sowie durch Informationssendungen im staatlichen Fernsehsender Bolivia TV sollte an diesem Tag das Umweltbewusstsein der Bevörlkerung gestärkt werden. Ähnliche Tage gibt es in beinahe allen Ländern Lateinamerikas und vielen weiteren weltweit.

Um dem Ereignis mehr Gewicht zu verleihen und mehr Menschen zum mitmachen zu animieren, joggten auch Präsident Evo Morales und einige Minister durch die Regierungshauptstadt La Paz. Vizepräsident Alvaro Garcia Linera fuhr mit dem Fahrrad durch die Stadt. Vor allem Kinder und Jugendliche nutzten die Straßen zum Fußballspielen und für Fahrradrennen. Viele nahmen auch an den Informationsveranstaltungen über Umweltschutz teil oder ließen sich an Straßenständen informieren.

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