Peru / Politik

Perus zweiter Vizepräsident lässt Amt wegen Korruptionsvorwürfen ruhen

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Omar Chehade sieht sich als Opfer einer Kampagne
Omar Chehade sieht sich als Opfer einer Kampagne

Lima. Omar Chehade lässt für die Dauer einer Untersuchung gegen ihn sein Amt ruhen. Dem zweiten Vizepräsidenten Perus wird vorgeworfen, seinen politischen Einfluss beim Übernahmeversuch einer Zuckerfabrik durch ein ihm nahe stehendes Unternehmen geltend gemacht zu haben. Chehade, der früher selbst für die Korruptionsbekämpfung zuständig war, sieht sich als Opfer einer politischen Lynch-Kampagne. "Einige wollen mein öffentliches Image zerstören, ohne meine besondere Rolle bei der Korruptionsbekämpfung zu sehen", sagte er. Er sei unschuldig.

Präsident Ollanta Humala hatte am Wochenende seinem Stellvertreter nahegeleht zurückzutreten. Bis dahin hatte sich die Regierung hinter Chehade gestellt, der als Vizepräsident den Staatschef vertritt, wenn dieser außer Landes ist. Diese Aufgabe übernimmt vorerst Parlamentspräsident Daniel Abugattás. Omar Chehade gehört der Partei Humalas, Gana Peru, an und ist Mitglied des peruanischen Parlaments. Chehade ist Anwalt und kämpfte vor Gericht unter anderem auch gegen Ex-Präsident Alberto Fujimori.

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