Argentinien / Politik

Nationale Trauertage nach Zugunglück in Buenos Aires

Buenos Aires. Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández hat nach einem Zugunglück in Buenos Aires zwei nationale Trauertage angeordnet. Bei dem drittschwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes waren am Mittwoch 50 Personen getötet und mehr als 700 verletzt worden. Der Sprecher des Präsidialamtes, Alfredo Scoccimarro, teilte mit, die Regierungschefin habe alle offiziellen Termine für diese Woche abgesagt.

Bereits am Mittwoch Abend hatte der Staatssekretär für Verkehr Juan Pablo Schivavi, den Familien der Opfer seine Anteilnahme übermittelt und gleichzeitig eine breitangelegte Untersuchung des Unglücks angeordnet. Bei dem Unfall, sollen sich laut Schivavi, rund 1300 Personen im Zug aufgehalten haben. Augenzeugen sprechen jedoch von mehr als 2000 Zuggästen. Der Zug soll ungebremst in den Bahnhof Once gefahren sein, berichten Medien unter Berufung auf weitere Augenzeugen. Nach Angaben Schivavis, hatte der 28-jährige Zugführer am Mittwoch zum ersten Mal seinen Dienst ausgeführt.

Die Eisenbahnergewerkschaft des Landes machte für das Unglück die bereits in den 1980er Jahren erfolgte Privatisierungen des Eisenbahnnetzes verantwortlich. Investitionen in die Erneuerung der Züge seien seitdem ausgeblieben. Der Unglückzugs soll nach Aussagen der Gewerkschaft mehr als 40 Jahre alt gewesen sein.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr