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Peru nimmt Antarktis-Station wieder in Betrieb

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Forschungsstationen in der Antarktis und Markierung von Gebietsansprüchen
Forschungsstationen in der Antarktis und Markierung von Gebietsansprüchen

Lima. Die Regierung Perus hat beschlossen, die seit fünf Jahren stillliegende Antarktis-Basis Machu Picchu wieder in Betrieb zu nehmen. Im Januar 2013 wird das peruanische Forschungsschiff BIC Humboldt den Weg in Richtung Antarktis aufnehmen. Nach einem Zwischenstopp in Chile werden 23 Forscher in die Machu-Picchu-Station gebracht. Das als Fischtrawler konzipierte peruanische Schiff Humboldt wurde 1979 bis 1980 mit technischer und finanzieller Hilfe der Bundesrepublik Deutschland gebaut. "Dank der Hilfe anderer Länder konnten wir die Machu Picchu-Station arbeitsfähig halten und sogar dort Experimente durchführen", sagte Nicolas Roncagliolo, der Sprecher des peruanischen Außenministeriums.

Die Basis Machu Picchu wurde 1989 errichtet und besteht aus vier Gebäuden. Die Forschungsstation liegt auf der King-George-Insel, die zu den von Großbritannien verwalteten Süd-Shetland-Inseln gehört. Sowohl Chile als auch Argentinien beanspruchen die King George Insels für sich, letzteres Land unter dem Namen Isla Veinticinco de Mayo. Neben Peru unterhalten Argentinien, Brasilien, Chile, die Volksrepublik China, Ecuador, Südkorea, Polen, Russland und Uruguay Forschungsstationen auf der Insel.

Im Jahr 1976 beanspruchte die Geographische Gesellschaft Perus zum ersten Mal einen Teil der Antarktis. Dieser Anspruch wurde die folgenden Jahrzehnte von verschiedenen peruanischen Institutionen weiter erhoben. Seit 1981 ist Peru Mitglied des Antarktis-Vertrages, der besagt, dass alle Signatarstaaten ihre Ansprüche auf die Antarktis Ruhen lassen und der Südpol ausschließlich zu Forschungszwecken genutzt wird.

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