Maradona: "Ich bin Chavist"

Argentiniens Exfußballstar bei Chávez in Caracas zu Gast

Caracas. Der ehemalige argentinische Fußballprofi Diego Maradonna hat sich bei einem Besuch in Caracas demonstrativ vor die dortige Regierung gestellt. Maradona erklärte sich als Anhänger von Präsident Hugo Chávez, als er am Sonntag in dessen wöchentlicher Radio- und Fernsehsendung "Aló Presidente" zu Gast war. "Ich glaube an Chávez", sagte der Exfußballer, "also bin ich Chavist". Der so geehrte Gastgeber revanchierte sich mit: Chávez zeigte in seiner Sendung ein kurzes Videoportrait über den einstigen Kapitän der argentinischen Nationalelf.

Der 46-jährige Maradonna gilt als Anhänger der linken Regierungen in Kuba und Venezuela und als Kritiker der USA. In beiden Ländern war er mehrfach zu Gast. In Kuba hatte er sich zudem einer Entziehungskur unterzogen, nachdem er seine langjährige Kokainabhängigkeit eingestanden hatte.

Vor wenigen Monaten waren in Venezuela Berichte erschienen, nach denen Maradonna die dortige Nationalmannschaft trainieren sollte. Die Gerüchte kamen erneut auf, als er Venezuela im Juni während der dort stattfindenden "Copa Amerika" besuchte. Ofiziell bestätigt wurden die Meldungen nie.

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