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Insulza: Keine Beweise gegen Venezuela

Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten tritt Anschuldigungen wegen Unterstützung der FARC-Guerilla entgegen

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Insulza: Keine Beweise gegen Venezuela
US-Abgeordneter Mack: Vorkämpfer gegen "Kommunist" Chávez

Quito/Caracas/Bogotá/Washington. Nach dem Angriff der kolumbianischen Armee auf ein Lager der Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) auf ecuadorianischem Territorium Anfang März geht der Streit zwischen den beteiligten südamerikanischen Staaten weiter. Der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), José Miguel Insulza, ist in diesem Zusammenhang nun Anschuldigungen gegen Venezuela entgegengetreten. Seiner Organisation lägen keine Beweise vor, nach denen Caracas die FARC unterstützt, sagte Insulza während einer Anhörung im US-Kongress am 10. April.

Die entsprechende These hatte in der Sitzung der rechtsgerichtete Abgeordnete der republikanischen Partei, Connie Mack, erhoben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Europa Press entgegnete Insulza: "es gibt keine entsprechenden Beweise und bislang hat kein Mitgliedsstaat der OAS - auch nicht die USA - entsprechende Beweise vorgelegt".

Derweil läuft auch in der Region der Streit um die Positionierung zu den FARC weiter. Die ecuadorianische Regierung will nach Auskunft ihres Sprechers Vinicio Alvarado bei der OAS eine formelle Beschwerde gegen Kolumbien einlegen, nachdem dessen Regierung Ecuadors Präsident in einem offiziellen Kommuniqué beschuldigt hatte, der Armee seines Landes ein Vorgehen gegen FARC-Präsenzen im eigenen Land verboten zu haben.

Quitos Verteidigungsminister Javier Ponce forderte die kolumbianische Regierung daraufhin am vorletzten Wochenende auf, "binnen 48 Stunden beweise für diese Behauptung vorzulegen". Weil Bogotá dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, wird der Fall nun vor der OAS verhandelt.

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