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20.11.2008 Amerikas / Deutschland

Beidseitiger Austausch

Vertreter des Lateinamerikanischen Parlaments stellte Integration der Länder Südamerikas und der Karibik vor
Beidseitiger Austausch

Podium mit Carolus Wimmer von der KP Venezuela (stehend)

Frankfurt am Main/ Mannheim. Zwei Vertreter des Lateinamerikanischen Parlaments (PARLATINO) haben in Deutschland den Fortschritt der wirtschaftlichen Integration Lateinamerikas vorgestellt. Zu Gast bei Veranstaltungen in Frankfurt/Main und Mannheim in dieser Woche waren der Vizepräsident des PARLATINO und Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Venezuelas, Carolus Wimmer, sowie Rafael Correa Flores, ehemaliger Generalsekretär des PARLATINO und Mitglied der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV).

Correa Flores stellte die Instrumente der Integration Südamerikas und der Karibik vor. Dazu zählte er neben der Bolivarischen Alternative für Amerika (ALBA), die Bank des Südens, den Energieverband Petrocaribe, die politische Staatengemeinschaft Südamerikas UNASUR und den multistaatlichen Fernsehsender TeleSur.

Am Beispiel Venezuelas, dessen Präsident Hugo Chávez Frías die Integration Südamerikas maßgeblich forciert, verdeutlichte Correa Flores die Idee dieser Politik. Wirtschaftliche, politische, soziale und kulturelle Gruppen arbeiteten auf der Grundlage der gesellschaftlichen Partizipation zusammen. Dies sei eine Alternative zu den an ökonomischen Interessen orientierten Industrienationen, wie gerade in Zeiten der aktuellen Finanzkrise deutlich werde.

Carolus Wimmer referierte unter anderem über die Bedeutung der internationalen Solidarität und Kooperation Venezuelas mit anderen Staaten. Wegen der nach wie vor bestehenden Schwäche des Gewerkschaftssystems in Venezuela, so Wimmer, bestehe ein Bedarf an einem beidseitigen Austausch zwischen deutschen und venezolanischen Arbeitnehmerverbänden.

Während die Solidaritätsgruppen zwei Jahre nach einem ersten Treffen in Bielefeld in Berlin zusammenkamen, leisteten die Gruppen "Venezuela-Soli FFM" in Frankfurt am Main und das "Zukunftsforum Gewerkschaften Rhein-Neckar" in Mannheim ihren Beitrag zur solidarischen Zusammenarbeit. Die beiden Veranstaltungen in Mannheim und Frankfurt am Main fanden in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Bolivarischen Republik Venezuela in Frankfurt am Main statt.


Bildquelle: Ute Evers

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15.11.2008 Nachricht von Maxim Graubner