"Ihr könnt auf uns zählen"

Argentinien und Venezuela unterzeichnen bilaterale Abkommen

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"Ihr könnt auf uns zählen"
Hugo Chávez und Cristina Fernández nach der Unterzeichnung der Abkommen

Buenos Aires. Nach dem Gipfeltreffen des Mercosur in Montevideo kam es zu weiteren bilateralen Gesprächen. Nachdem der venezolanische Präsident Hugo Chávez am Dienstag mit uruguayischen Linkspolitikern sprach, besuchte er Mittwoch und Donnerstag das Nachbarland Argentinien und unterzeichnete mit Cristina Fernández Kirchner, seiner argentinischen Amtskollegin, eine Vereinbarung über 14 bilaterale Projekte, vor allem wirtschaftlicher Natur.

So nahmen argentinische Werften eine Bestellung von mehren dutzend Transportschiffen im Gesamtwert von 500 Millionen Dollar entgegen. Sie sollen in den nächsten fünf Jahren produziert werden und unter anderem dem Transport venezolanischen Öls dienen. Auf der anderen Seite erwirbt Argentinien Medikamente und medizinisches Gerät im Wert von neun Millionen Dollar.

Beim Besuch der Werften in Buenos Aires konstatierte Chávez: "Ich bin überzeugt, dass für keines unserer Länder [...], Unabhängigkeit möglich ist, wenn wir innerhalb unserer Grenzen verharren." Er wurde von anderen hochrangigen Regierungsmitgliedern begleitet. Cristina Fernández würdigte in besonderem Maße Außenminister Nicolás Maduro: "Mit ihm haben wir sehr wichtige Momente in Washington verbracht und gemeinsam die honduranische Demokratie verteidigt."

Auch auf privatwirtschaftlicher Ebene kam es zu Abkommen. So einigten sich kleine und mittelständische Unternehmen beider Länder auf eine engere Zusammenarbeit und Technologieaustausch. Darüber hinaus wird Argentinien Venezuela bei der Herstellung von Pipelines begleiten und technisches Know How liefern.

Beide Staatsoberhäupter zeigten sich angesichts des Erreichten zufrieden. "Ich danke Dir für alles, bei dem Du uns geholfen hast, als wir es in der vergangen Legislatur benötigten. Darum sage ich Dir, Ihr könnt auf uns zählen.", schloss Fernández Kirchner das Treffen ab. Venezuela hatte Argentinien im unerwartet kalten Winter 2007 mit vergünstigtem Heizöl versorgt.

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