Panama / USA

US-Militär operiert in Panama

Bilder von US-Soldaten in dem mittelamerikanischen Land schüren Ängste vor einer schleichenden Militarisierung

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US-Militär operiert in Panama
Humanitäre Mission? - Eines der Fotos der PRD

Panama-Stadt. Die Opposition in Panama hat Fotografien veröffentlicht, die eine Präsenz US-amerikanischer Militärs in dem mittelamerikanischen Land belegen. Die Aufnahmen waren der Presse zu Beginn dieser Woche von der oppositionellen Demokratischen Revolutionären Partei (PRD) zugespielt worden. Die Anwesenheit von US-amerikanischen Armeeangehörigen wird von der rechtsgerichteten Regierung mit vermeintlich humanitären Projekten gerechtfertig.

Auf den Fotos st eine Gruppe von US-Soldaten in einem Hotel der Provinz Darién an der Grenze zu Kolumbien zu sehen.

Laut einem Kommuniqué der PRD führen die US-amerikanischen Militärs im Bereich von Metetí Arbeiten durch, von denen die Gemeinde größtenteils keine Kenntnis hat. Die US-Militärs bewegten sich vor Ort in eigenen Fahrzeugen, heißt es in der Erklärung weiter. Die ausländischen Soldaten unterliegen nach bekannten Informationen dem Schutz der nationalen Grenzschutzeinheiten (Senafront).

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Bereits zu Beginn dieser Woche hatte der PRD-Generalsekretär Mitchel Doens die Verlegung von Militärpersonal und von über 200 Containern in das betreffende Gebiet bekannt gegeben. Die PRD betrachtet die Präsenz der US-Soldaten und die Truppenbewegungen mit Sorge. Sie fänden schließlich nur etwa 80 Kilometer von der Grenze zu Kolumbien entfernt statt - einem Land, in dem mehrere linksgerichtete Guerillaorganisationen bestehen.

Auf eine Beschwerde der PRD hin erklärten Regierung und Justizbehörden die Anwesenheit der Soldaten mit einem zivilen und humanitären Hilfsprojekt, das dem Südkommando der US-Armee untersteht. Die Aktion werde in Kooperation mit dem Nationalen Zivilschutzsystem und Senafront durchgeführt und soll auf die Provinzen Veraguas, Chiriquí und Herrera ausgedehnt werden. Die Projekte laufen nach Angaben von Regierungsstellen noch bis September. So lange blieben mindestens auch die US-Soldaten im Land.


Foto: Prensa Latina

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