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Liebe Leserinnen und Leser,

2019 war für Lateinamerika ein bewegtes Jahr und hat in aller Deutlichkeit gezeigt, warum Medien wie amerika21 so wichtig sind.

Den Anfang machte der im Januar gestartete und bislang erfolglose Umsturzversuch in Venezuela und den vorläufigen Höhepunkt stellt der erfolgreiche Putsch gegen Evo Morales in Bolivien dar. Begleitet wurden diese Ereignisse von Massenprotesten gegen die korrupte Regierung in Haiti, für eine Verfassungsreform in Chile, gegen die neoliberalen IWF-Maßnahmen in Ecuador und anlässlich des brüchigen und von rechts sabotierten Friedensprozesses sowie der sozialen Spaltung in Kolumbien.

Auch Wahlen haben zu politischen Veränderungen geführt. So ist in Argentinien wieder eine linksperonistische Regierung gewählt worden, während in Uruguay erstmals seit 15 Jahren wieder die Rechte zum Zuge kommt.

Bei all diesen Entwicklungen klafft in den großen deutschsprachigen Medien eine Informationslücke. Der Putschversuch in Venezuela und die Selbstproklamation von Juan Guaidó wurden weitgehend unkritisch und mit tendenziösen Berichten medial begleitet – wir erinnern uns beispielsweise an den angeblich von venezolanischen Sicherheitskräften in Brand gesetzten LKW mit Hilfsgütern an der kolumbianischen Grenze oder Molotow-Coktails werfende Jugendliche, die als friedliche Demonstranten präsentiert werden. Dagegen kommen die Proteste in Kolumbien, die von breiten sozialen Bewegungen getragen werden, nur am Rande vor.

Der offensichtliche Putsch in Bolivien wird hingegen häufig in Zweifel gezogen und die unbelegte These vom Wahlbetrug wurde umgehend als Fakt präsentiert. Zu Chile hingegen, wo sich seit Monaten die über Jahrzehnte angestaute Wut auf die neoliberale Ordnung nach der Pinochet-Diktatur entlädt, liest man verhältnismäßig wenig. Auch zu dem Aufruhr in Haiti verliert die deutschsprachige Presse kaum ein Wort. Zudem wird über die von einer überwältigenden Mehrheit der Generalversammlung der UNO zum wiederholten Male als völkerrechtswidrig verurteilte Wirtschafts-, Finanz- und Handelsblockade gegen Kuba andernorts nur spärlich berichtet und diese meist als "Embargo" verharmlost.

Amerika21 berichtet anders und – soweit es unsere sehr begrenzten Kapazitäten zulassen – kontinuierlich. Wir legen den Finger in die Wunde des Mainstream-Narrativs, nennen einen Putsch einen Putsch und bringen Fakten, wo andere mit Floskeln arbeiten. Insbesondere unsere Berichterstattung zu den vielen "Krisenherden" haben uns neue Besucherrekorde beschert. Die schnelle Entwicklung der Ereignisse bringt uns aber auch immer wieder an die Grenzen des Machbaren.

All dies kostet viel Zeit und Energie, die auch zwölf Jahre nach der Gründung komplett ehrenamtlich erbracht wird. Doch Ehrenamt bedeutet nicht, dass alles gratis ist. Soweit möglich, zahlen wir unseren Aktiven (eher symbolische) Aufwandsentschädigungen. Ohne diese ließe sich der Betrieb unseres Mediums nicht am Laufen halten.

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