Viele Jahre lang hatte man den (Irr-)Glauben verbreitet, dass die CIA in Venezuela nicht aktiv wäre, so wie sie es in anderen Ländern des Kontinents war. Die Wahrheit ist aber eine andere: zahlreiche Interventionen, die bis zur Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zurückzuverfolgen sind, strafen diese Verbreitung Lügen.
Zeugenaussagen implizierter Personen, wie etwa Philip Agee, Ex-Offizier der CIA, helfen bei der Öffnung dieser Büchse der Pandora. Zu viele Spuren hat die CIA mittlerweile gelegt, um die Wirklichkeit weiterhin verwischen zu können.
Der Dokumentarfilm “Injerencia, la invasión silenciosa” bringt bisher Ungesagtes ans Licht und zeigt in eindrucksvollen und gleichzeitig schockierenden Bildern wie sehr Spionage, verdeckte Aktionen, Bestechungen, Folter, Ermordungen oder Wahlbetrug bei Volksentscheidungen zur Tagesordnung der „stillen Invasion“ gehören, an der Lateinamerika seit der Mitte des letzten Jahrhunderts leidet.
Die vorliegende Produktion lässt sowohl Zeugen und Familienangehörige von Opfern als auch Ex-Agenten der CIA, Spione oder Ex-Guerilleros zu Wort kommen. Originale Schriftdokumente und Aufnahmen der CIA dienen gleichermaßen zur Beweisführung wie Bilder und Filmaufnahmen aus privaten und öffentlichen Archiven.
Originaltitel: Injerencia, la invasión silenciosa, los años 50
Regisseur: Ángel Palacios, Venezuela, 2006-2007.
Dokumentarfilm in spanischer Sprache. Ohne Untertitel. 52 min.
Gemeinschaftsproduktion: Panafilms, Ministerio de la Cultura und Asociación de Medios Comunitarios 2005. www.telesurtv.net
Eine Veranstaltung im Rahmen der 200 Jahresfeiern der Unabhängigkeit Venezuelas (1811-2011)
Eintritt frei.
