Demonstration für das Leben und den Frieden in Kolumbien

Die Organisationen "Unidos por la Paz - Alemania", "Colombia Humana - Alemania", Kolumbienkampagne -Berlin, AG Bergbau und die lateinamerikanische Fraueninitiative in Neukölln - LAFI e.V. rufen alle Bürger*innen auf, sich mit der Situation in Kolumbien solidarisch auseinander zu setzen.

Seit der Unterzeichnung des international vermittelten Friedensabkommens in Bogotá am 24. November 2016 fanden mehr als 200 politisch motivierte Morde statt, begleitet von zahlreichen Angriffen und Morddrohungen. Im Fadenkreuz stehen politische Aktivisten, Menschenrechtler, kommunale Anführer, Indigene, Bauern, Afrokolumbianer, Gewerkschafter,Umweltaktivisten, Verfechter des Friedensabkommens, Mitglieder der Oppositionsparteien und deren Verwandte.

Dabei wird der Staat durch unterlassene Hilfeleistung an die Vertriebenen und Straflosigkeit zum Mittäter. 90% der Mordfälle bleiben ungestraft und in 87% der Fälle wird keine Strafverfolgung angestrebt. (Diario Público, Spanien)

Zwischen 2016 und 2018 wurden nach Angaben des letzten Berichts von CODHES, USAID und CNC, 262 soziale und kommunale Anführer*innen ermordet, davon ca. 40 in den letzten vier Wochen. Dieses Gewaltphänomen ist systematisch und zersetzt soziale Strukturen und deren Bestreben für ein soziales, demokratisches und menschliches Kolumbien.

Die Ursachen und die Dynamik der systematischen Ermordungen sozialer und kommunaler Anführer in Kolumbien stellen heute einen humanitären Notstand mit schweren Menschenrechtsverletzungen dar. Die institutionelle Antwort und Strategie muss daher die verschiedenen Dimensionen des Problems berücksichtigen. Sowohl Maßnahmen für den Schutz der Aktivist*innen, als auch Maßnahmen für die Reduzierung der extrem ungleichen Verhältnisse bezüglich der Landverteilung sollten zusammen mit den Garantien zur Ausübung des Oppositionsrechts und für die politische Partizipation dringend und, wie im Friedensabkommen vereinbart, umgesetzt werden.

Die fehlende politische Wille bei der kolumbianischen Exekutive, Judikative und Legislative vertieft das Misstrauen in politische Auswege und kollektive Lösungen. Trotzdem bleibt den sozialen Bewegungen Kolumbiens nur der Weg des friedlichen und gewaltlosen Kampfes für ein würdiges Leben. Sie mobilisieren sich, obwohl die Verteidigung des Friedens bereits Hunderte das Leben gekostet hat.

Am 7. August werden die Kolumbianer*innen wieder weltweit Demonstrationen für das Leben und den Frieden durchführen. Die Kollektiven und Organisationen für Kolumbien Unidos por la Paz - Alemania, Colombia Humana - Alemania, Kolumbienkampagne-Berlin und AG Bergbau rufen alle Bürger*innen auf, sich mit der Situation in Kolumbien solidarisch auseinander zu setzen. Sie fordern die Bundesregierung dazu auf, von der neu gewählten kolumbianischen Regierung die Einhaltung und Umsetzung des Friedensabkommens, wie im Gesetz 02 vom 11. Mai 2017 für die nächsten drei Amts- und Legislaturperioden verankert ist, zu verlangen.

Der Termin ist 7. August 2018 um 18 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin. Kommt zahlreich! Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker!

Termindaten
Datum: 07.08.2018, 18:00 - 21:00
Stadt: Berlin
Veranstaltungsart: Kundgebung
Veranstaltungsort: Pariser Platz - Brandenburger Tor
Veranstalter: Unidos por la Paz - Alemania, Colombia Humana - Alemania, Kolumbienkampagne -Berlin, AG Bergbau und die lateinamerikanische Fraueninitiative in Neukölln - LAFI e.V.
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