Bolivien

OAS für Rolle bei den Wahlen 2019 am Pranger, heute erneut in Bolivien

Die Vereinigung der Mütter vom Plaza de Mayo, die Liga für Menschenrechte und der Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel aus Argentinien haben beim UN-Hochkommissariat für Menschenrechte eine Beschwerde gegen den OAS-Vorsitzenden Luis Almagro eingereicht. Almagro kann als Mitverantwortlicher für die massiven Menschenrechtsverletzungen in Bolivien nach dem Sturz von Evo Morales gelten.

Nachdem seine Beobachtermission über die Präsidentschaftswahlen von 2019 Behauptungen eines Wahlbetrugs verbreitet hatte, die sich später nicht mehr halten ließen, kam es in dem südamerikanischen Land zu Unruhen und zur Verteibung des gewählten Präsidenten Evo Morales aus dem Amt und aus dem Land. Eine Putschregierung setzte sich an die Spitze der Staatsgewalt und verübte in der Folge Gewalt gegen Protestierende und die Zivilbevölkerung.

Auch bei den aktuellen Wahlen wird wiederum eine OAS-Delegation in Bolivien eine Rolle bei der Wahlbeobachtung einnehmen. Dagegen gab es Proteste, die De-facto-Regierung hingegen wünscht ihre Anwesenheit.

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