Erste Eindrücke unseres Autors aus Santa Cruz am Tag vor den Wahlen

Unser Autor Andreas Hetzer ist gestern in Santa Cruz angekommen. Die Metropole im Tiefland ist die Hochburg des ultrarechten Kandidaten Luis Fernando Camacho.

Von dort wird er heute und während des morgigen Wahltags berichten. Dann geht es für ihn weiter am Montag in die Hauptstadt La Paz.

In einem ersten Gespräch, das er vor Ort geführt hat, wird schnell deutlich, wen viele hier morgen wählen werden bzw. wen eben nicht.

Carla La Fuente, eine Unternehmerin aus Santa Cruz, steht vor einer Gedenktafel zum 21-tägigen Streik nach den Wahlen und dem Putsch im letzten Jahr, und sagt:

"Venezuela und Nicaragua konnten ihre Diktatoren nicht aus dem Land schmeißen, aber wir haben es geschafft. Das war ein spiritueller Moment, der von jungen Leuten und Familien getragen wurde".

"Ich schwöre dir, dass die MAS nicht gewinnt. Die Umfragen stimmen nicht und sind manipuliert. Wir sehen hier bei den Kampagnen auf der Straße etwas Anderes. Tausende Menschen haben Camacho hier und in Beni und Pando zugejubelt. Mesa hat hier kaum Unterstützung und auch nicht in La Paz."

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