Venezuela hilft Ecuador

ALBA-Partner erhält drei Millionen Energiesparlampen. Quito will damit Strom-Rationierungen verringern

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Quito. Eine Kommission zur Steigerung der Energieeffizient wird in Ecuador kurzfristig Millionen von Energiesparlampen verteilen, gab Präsident Rafael Correa am Samstag bekannt. Dies werde vor allem möglich durch die schnelle Unterstützung des Bündnispartners Venezuela. Caracas schenkt Quito laut dem Staatschef drei Millionen Energiesparlampen. Vor kurzem hatte der venezolanische Staat über 70 Millionen davon eingekauft, um die eigenen Probleme bei der Stromversorgung zu bekämpfen.

Südamerika leidet derzeit unter einer andauernden Trockenheit, der schlimmsten seit 40 Jahren. Besonders Ecuador und Venezuela sind davon stark betroffen, da sie den Großteil ihres Stromes aus Wasserkraft beziehen. Durch die niedrigen Wasserstände sind die Kraftwerke nicht ausgelastet und es kommt zu Versorgungsengpässen.

Correa sagte zu der Unterstützung aus Caracas in einem ironischen Ton: "der böse Chávez (Präsident Venezuelas, d.Red.) ist der Einzige, der sich mit uns solidarisiert!". Weitere Sieben Millionen Lampen würden noch auf dem internationalen Markt eingekauft, vor allem in China. In der vergangenen Woche konnten die Stromausfälle unter anderem durch die Erhöhung der Stromlieferungen aus den Nachbarländern Peru und Kolumbien bereits etwas reduziert werden.

Vor zwei Wochen hatte Quito den "Notstand bei der Energieversorgung" erklärt und drastische Stromsparmaßnahmen dekretiert. Wegen der derzeitigen Energieknappheit im Land gibt es umfangreiche Stromrationierungen und unter anderem müssen Bars und Diskotheken bis auf weiteres früher schließen.

Ecuador war im Juni dem von Venezuela und Kuba initiierten ALBA-Bündnisses beigetreten. Die so genannte Bolivarische Allianz für Amerika (ALBA) wurde 2004 als linke Alternative zu der von den USA geplanten panamerikanischen Freihandelszone (ALCA) gegründet. Bisher gehören ihm neun lateinamerikanische Staaten an.

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