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Minister: Chávez weiter mit Lungenproblemen

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Minister Ernesto Villegas
Minister Ernesto Villegas

Caracas. Venezuelas Minister für Kommunikation und Information, Ernesto Villegas, hat in der Nacht zum Freitag bekannt gegeben, dass die Komplikationen bei der Erkrankung von Präsident Hugo Chávez andauern. Der 58-jährige werde weiter wegen einer Lungenentzündung behandelt, die bislang nicht abgeklungen sei. Die Behandlung der primären Krebserkrankung habe aber "keine nachteiligen Auswirkungen", so Villegas weiter.

Nach Medienberichten soll Chávez nach wie vor künstlich beatmet werden, was die Lungenprobleme erklären kann. Bei künstlicher Beatmung über eine Frist von zehn Tagen hinweg treten häufig Schädigungen des Lungengewebes auf. So können die Lungenbläschen (Alveolen) zerstört und durch Bindegewebe ersetzt werden. Auch kann es zu Verwachsungen mit dem Tubus und zu weiteren Entzündungen der Atemwege kommen. Nach längerer künstlicher Beatmung haben Patienten zudem oft Probleme, die Atmung eigenständig wieder aufzunehmen.

Chávez war vor wenigen Tagen überraschend nach Venezuela zurückgekehrt. Derzeit wird er im Militärkrankenhaus "Dr. Carlos Arvelo" im Stadtteil San Juan in Caracas behandelt.

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