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Informationsstelle Lateinamerika erhält Oscar-Romero-Preis

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Die ila 73 berichtete 1983 über die US-Invasion in Grenada
Die ila 73 berichtete 1983 über die US-Invasion in Grenada

Bonn. Der in Bonn ansässige Verein Informationsstelle Lateinamerika e.V. (ila) wird in diesem Jahr nach eigenen Angaben den mit 1.000 Euro dotierten Oscar-Romero-Preis erhalten.

Der Preis wird alle zwei bis drei Jahre vom Bonner Förderkreis Oscar-Romero-Haus verliehen, heißt es in einer Erklärung der Redaktion. Die Übergabe des Preises soll im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen des Bonner Oscar-Romero-Hauses am 23. Juni stattfinden. Die Laudatio wird demnach der Theologe Michael Ramminger vom Institut für Theologie und Politik in Münster halten.

Die Informationsstelle Lateinamerika berichtet seit 1976 über die sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen in Lateinamerika. In einer Presseerklärung heißt es: "Dabei stellt sie bewusst die Sichtweisen, Positionen und Forderungen der sozialen Gruppen und Bewegungen in den Mittelpunkt, die keinen Zugang zu den großen Medien haben." Dies seien insbesondere Menschenrechtsorganisationen, indigene und afroamerikanische Gemeinschaften, Frauengruppen, christliche Basisgemeinden, Gewerkschaften, Bewegungen der Kleinbauern, Kleinbäuerinnen und Landlosen, LGBT-Gruppen, Jugendinitiativen, Umweltorganisationen, Bewegungen gegen Gentechnik und Raubbau an den natürlichen Ressourcen oder gesellschaftlich engagierte Kunstschaffende. Wichtigstes Medium der Öffentlichkeitsarbeit der Informationsstelle Lateinamerika ist ihre monatlich erscheinende Zeitung ila sowie die website www.ila-web.de.

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