Mexiko: Freilassung von Alberto Patisthán verweigert

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Solidarität mit Alberto Patishtán
Solidarität mit Alberto Patishtán

Tuxtla Gutiérrez, Mexiko. In letzter Instanz hat das Kollegialgericht in der chiapanekischen Hauptstadt Tuxtla Gutiérrez am 12. September die Anerkennung der Unschuld des Lehrers Alberto Patishtán verweigert. Theoretisch wäre noch ein Gnadengesuch denkbar, aber weder Alberto Patishtán noch seine Verteidiger werden von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Dies erklärte PatishtánsAnwalt Leonel Rivero.

"Diese Entscheidung ist enttäuschend und scheint zu zeigen, dass das (mexikanische) Rechtssystem nicht willens ist, seine Fehler zu korrigieren", kommentierte Amnesty International. Die Menschenrechtsorganisation hatte im Vorfeld der Sitzung des Kollegialgerichts weit über 10.000 Stimmen gesammelt, die die Freilassung Albertos forderten.

Die Entscheidung "ist ein Schlag ins Gesicht aller Mexikaner, aber wir werden nicht aufgeben", sagte Trinidad Ramirez von der "Volksfront  zur Verteidigung des Landes von Atenco", die sich an einer am 11. September begonnenen Mahnwache vor dem Bundesrat der Judikative (Consejo de la Judicatura Federal) beteiligte. Die einzige noch verbleibende Möglichkeit sei nun das interamerikanische Rechtssystem, erläuterte Leonel Rivero in einem Telefonat mit der Zeitschrift Desinformémonos.

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