Politischer Gefangener: Neue Proteste für Freilassung Alberto Patishtans

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Alberto Patishtan
Alberto Patishtan

Mexiko-Stadt. Aktivisten in Mexiko fordern mit einer neuen Mobilisierung zum wiederholten Mal die Freilassung des politischen Gefangenen Alberto Patishtan. Der seit dem 19. Juni 2000 inhaftierte Lehrer aus dem südmexikanischen Bundesstaat Chiapas wurde nach ihren Angaben auf der Grundlage falscher Anschuldigungen zu 60 Jahren Haft verurteilt. Im Verlauf der 13 Jahre nahm er an mehreren Hungerstreiks politischer Gefangener teil, verblieb aber in Haft, während zahlreiche andere Hungerstreikende freigelassen wurden.

Die erneute Mobilisierung findet im Vorfeld der Entscheidung des Föderalen Berufungsgerichts statt, dessen Entscheidung zwischen dem 29. August und 5. September erwartet wird. Dies ist für Alberto Patishtan die letzte Möglichkeit, auf nationaler Ebene Gerechtigkeit zu erreichen. Der nächste Schritt wäre dann die Anrufung interamerikanischer Institutionen.

Soziale Bewegungen wie die Anhänger der 6. Deklaration der Zapatisten, die pazifistischen Las Abejas und die studentische Bewegung #YoSoy132 organisierten am Mittwoch einen Marsch in Mexiko-Stadt, der vom Parque Hundido zum Gebäude des Obersten Gerichtshofs führte. Patishtan selbst erklärte einen temporären Hungerstreik von zwölf Stunden täglich, bis das Berufungsgericht seine Entscheidung gefällt hat.

Zur gleichen Zeit gab es in Mexiko-Stadt und im südwestlichen Bundesstaat Oaxaca Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und demonstrierenden Lehrern, die gegen eine geplante Bildungsreform protestierten.

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