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13.11.2014 Peru / Wirtschaft

Perus Präsident Humala in Russland und China

Perus Präsident Humala beim Plenum des APEC-Gipfels

Perus Präsident Humala beim Plenum des APEC-Gipfels

Quelle: flickr.com
Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Beijing/Moskau. Perus Präsident Ollanta Humala hat am diesjährigen Treffen der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Beijing teilgenommen. Peru ist neben den Großmächten China, Russland und den USA eines der 21 Mitgliedsländer. Von lateinamerikanischer Seite waren außerdem Chile und Mexiko anwesend. Themen waren vor allem Investitionen und die Ausweitung von Handelsbeziehungen.

Unter anderem beteiligte sich Humala am Unternehmergipfel der APEC, der die Staatschefs potentieller Handelspartner mit den wichtigsten Unternehmern und Investoren der Region zusammenbringt. Er sprach außerdem bei einem Plenum des Gipfels zur Frage: "Ist Wirtschaftswachstum die Antwort auf die wachsende globale Ungleichheit?" Für die Entwicklung einer Nation sei Wirtschaftswachstum allein nicht ausschlaggebend, betonte er. Es bedürfe eines nationalen Planes und staatlich gelenkter langfristiger Entscheidungen. In diesem Kontext seien auch der Kampf gegen die Armut und Fragen der sozialen Inklusion zu lösen.

Die Unterzeichnung diverser Verträge zu wirtschaftlicher Kooperation in Infrastruktur- und Bergbauprojekten stand bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jingping am Rande des Gipfels an.

Zuvor war Humala in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengetroffen. Dieser erste offizielle Besuch eines peruanischen Präsidenten seit Aufnahme diplomatischer Beziehungen wurde von beiden Seiten als "historisch" gewertet. Die Staatschefs diskutierten unter anderem die Möglichkeit eines Freihandelsabkommens zwischen Peru und der Eurasischen Zollunion, die aus Russland, Weißrussland und Kasachstan besteht.

Zum Auftakt der Arbeitstreffen in Russland fand ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der staatlichen russischen Eisenbahngesellschaft statt. Aufträge für Planung und Bau einer Eisenbahnlinie zwischen Peru und Brasilien sowie für den Ausbau des nationalen Eisenbahnnetzes sind zu vergeben. Ein weiteres Großprojekt ist der Bau von Wasserkraftwerken. Vertreter der staatlichen russischen Firma Inter RAO Export, die bereits am Ausbau von zwei Anlagen in Peru beteiligt ist, präsentierten bei einem Treffen mit Humala und dem peruanischen Vizeminister für Energie ihr Know-how. Abkommen in den Bereichen Kultur, Tourismus, Universitäten, Umweltschutz, Telekommunikation und Nutzung von Satelliten wurden von den mitreisenden Fachministern verhandelt.

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