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12.07.2018 Kuba / Südafrika / Politik / Soziales

Medizinstudenten kehren von Kuba nach Südafrika zurück

Südafrikas Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi begrüßte Medizinstudenten nach ihrer Rückkehr aus Kuba am Flughafen in Johannesburg

Südafrikas Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi begrüßte Medizinstudenten nach ihrer Rückkehr aus Kuba am Flughafen in Johannesburg

Havanna/Johannesburg. 260 südafrikanische Studenten sind am 8. Juli in Johannesburg empfangen worden, nachdem sie einen fünfjährigen Studienaufenthalt in Kuba abgeschlossen haben. Wie die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina mitteilte, handelt es sich dabei um die erste Gruppe von insgesamt 700 jungen Menschen aus Südafrika, die den letzten Abschnitt der rund sechsjährigen medizinischen Ausbildung an verschiedenen Universitäten in der Heimat absolvieren. Die Studenten sind Teil des Kooperationsprogramms "Nelson Mandela Fidel Castro" (NMFC). Das Programm zur Förderung der medizinischen Grundversorgung entstand im Jahr 1996 zwischen Südafrika und Kuba, das bereits den Kampf gegen die Apartheid unterstützte.

Die angehenden Mediziner wurden von einer Delegation südafrikanischer Politiker, darunter Elias Magashule, Generalsekretär des regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (African National Congress, ANC) und Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi sowie vom kubanischen Botschafter Rodolfo Benitez empfangen. Motsoaledi betonte dabei die Bedeutung der Rückkehr der Studenten, da sie mit dem Inkrafttreten eines Gesetzes zur nationalen Krankenversicherung zusammenfalle, von dem die Ärmsten der Bevölkerung profitieren werden. Für Motsoaledi sind die Absolventen der Lateinamerikanischen Schule für Medizin in Kuba "die ersten Soldaten" zur Verwirklichung dieses Vorhabens.

Zazi Zulu, einer der zurückgekehrten Studenten, möchte seine Fähigkeiten und sein Fachwissen künftig etwa einsetzen, um "zum Wohle seiner Landsleute" zu arbeiten, wie er betonte.

Der Gesundheitsminister dankte während des Empfangs auch dem kubanischen Staat und hob die Bemühungen des sozialistischen Landes zur Ausbildung südafrikanischer Ärzte hervor. Knapp 2.900 Medizinstudenten aus Südafrika wurden für ein Studium nach Kuba geschickt.

In einer Regierungsmitteilung zum Empfang der Studenten betonte auch Vizepräsident David Mabuza, wie wichtig qualifizierte Ärzten zur Verbesserung der nationalen Gesundheit seien. Die Ausbildung der angehenden Mediziner sei Teil einer vom Gesundheitsministerium entwickelten Strategie zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitswesens.

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