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Peru verlängert Moratorium für gentechnisch veränderte Organismen

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Einfuhr und den Anbau von GOV bleiben in Peru zunächst bis 2035 verboten
Einfuhr und den Anbau von GOV bleiben in Peru zunächst bis 2035 verboten

Lima. Der peruanische Kongress hat ein seit 2011 bestehendes Moratorium verlängert, das die Einfuhr und den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVOs) verbietet. Dieses soll nun weitere fünfzehn Jahre bestehen und am 31. Dezember 2035 auslaufen.

Das Moratorium beschränkt sich auf die Einfuhr und Produktion von GOVs in der Landwirtschaft. Für deren Nutzung in der Forschung, für pharmazeutische Zwecke und als Futtermittel für Tiere gilt es hingegen nicht.

Ziel des gesetzlich angeordneten Aufschubs ist es, die Biodiversität des Landes zu schützen sowie traditionelle und familiäre Formen der Landwirtschaft zu fördern. Zugleich sollen die Auswirkungen gentechnisch veränderter Organismen auf die lokalen, sehr vielfältigen Ökosysteme und die Risiken ihrer Nutzung näher erforscht werden. Durch die Verlängerung soll somit mehr Zeit für Evaluationen gewonnen werden.

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Bevor es endgültig in Kraft tritt, muss das Umweltministerium nun binnen sechzig Tagen einen zeitlichen Plan zur Erfüllung des vom Kongress verabschiedeten Gesetzes vorlegen. Ferner ist ein jährlicher Bericht an die Regierung über die Fortschritte und Ergebnisse in diesem Bereich vorgesehen.

Peru ist eines der wenigen Länder weltweit mit einem vollständigen Verbot der Einfuhr und Produktion gentechnisch veränderter Organismen. In anderen Staaten wie Mexiko erstreckt sich ein solches Verbot lediglich auf einzelne Pflanzen, wie etwa Mais.

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