Ecuador / Politik

Staatstrauer in Ecuador

Quito. Die Regierung Ecuadors hat nach den umstürzlerischen Aufständen von mehreren Polizei- und Armeeeinheiten eine dreitätige Staatstrauer ausgerufen. Bei den Unruhen in verschiedenen Landesteilen starben nach staatlichen Angaben mindestens acht Menschen, drei in der Hauptstadt Quito und fünf in der Industriemetropole Guayaquil. Unter den Toten seien zwei Polizisten und sechs Zivilisten. Mehr als 270 Menschen seien verletzt worden.

Auch Präsident Rafael Correa hatte bei seiner Geiselnahme durch Aufständische in einem Krankenhaus um sein Leben gefürchtet. Nach der Befreiung durch ein Spezialkommando wurde sein Auto beschossen und von vier Kugeln gefährlich getroffen, wie die präsidiale Leibgarde bekanntgab. Der Präsident blieb jedoch unverletzt.

Unterdessen wurden drei ranghohe Polizeibeamte verhaftet, berichten internationale Nachrichtenagenturen. Der Ausnahmezustand soll mindestens bis Montag bestehen bleiben.

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