EU plant Regeln für venezolanische Fischer im Kolonialgebiet

Brüssel/Caracas. Die Europäische Union plant, den Zugang venezolanischer Fischerboote zu den Gewässern vor dem französischen Kolonialgebiet an der Nordküste Südamerikas einzuschränken. Das geht aus einem Vorschlag an den  Generalsekretär des EU-Ministerrats, Pierre de Boissieu hervor. Demnach sollen die Lizenzen für venezolanische Schiffe in den Gewässern von Französisch-Guayana nach dem 31. Dezember 2011 nicht mehr verlängert werden, wenn bis dahin kein internationales Fischereiabkommen zwischen der EU und Venezuela geschlossen sein sollte.

Wegen der "sozialen und wirtschaftlichen Bedeutung" der Fischerei für Venezuela plant Brüssel jedoch kein abruptes Verbot der Fischerei in dem Kolonialgebiet. Zugleich wird in dem EU-Dokument darauf hingewiesen, dass venezolanische Betreiber bereits Interesse an dem weiteren Zugang zu den Gewässern bekundet haben.

Unabhängig von Ausgang der Verhandlungen planen die Verantwortlichen im EU-Rat, "ein Verfahren einzuführen, das es dem Rat ermöglicht, jedes Jahr die Fangmöglichkeiten, die venezolanischen Fischereifahrzeugen eingeräumt werden können, neu festzulegen".

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