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Venezuela dementiert Spekulationen über Flucht Gaddafis nach Caracas

Caracas. Der venezolanische Informationsminister Andrés Izarra hat offiziell dementiert, dass sich Libyens Staatsoberhaupt Muammar Al-Gaddafi auf der Flucht in Richtung Venezuelas Hauptstadt Caracas befinde. Der britische Außenminister William Hague hatte zuvor dieses Gerücht gestreut, ohne ernsthafte Hinweise dafür zu haben.

Die Spekulationen des Briten gingen sofort wie ein Lauffeuer durch die weltweiten Redaktionen. Hague erntete für seine Äußerungen aber auch Kopfschütteln bei Journalisten und Diplomatenkollegen auf einem Ministertreffen der Europäischen Union. Die Nachrichtenagentur AP meldet, ein Funktionär habe die Spekulationen von Hague als "unfundierte Gerüchte" bezeichnet.

In einem Kommuniqué des Außenministeriums von Venezuela heißt es, Gaddafi befände sich weiterhin in Libyens Hauptstadt Tripolis. Dies habe der libysche Außenminister Moussa Koussa seinem venezolanischen Amtskollegen Nicolás Maduro in einem Telefonat versichert.

Libyen und Venezuela sind langjährige Partner in der Organisation Erdöl-produzierender Länder (OPEC) und haben gemeinsam erklärt, für eine multipolare Welt einzutreten. Venezuelas Präsident Hugo Chávez sieht in Gaddafi zudem einen Partner zum angestrebten Ausbau der Beziehungen mit Afrika.

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