FARC-Mann in Kolumbien getötet, Konflikte um zivile Opfer

Bogotá. Nach Angaben der Polizei in Kolumbien ist erneut ein führendes Mitglied der Guerillaorganisation FARC getötet worden. Der Guerillero mit dem Decknamen Elkin sei im Rahmen der groß angelegten Polizei- und Militäraktion Mercurio im Verwaltungsbezirk Arauquita im Departement Arauca gefallen, als die Armee eine Waffenmanufaktur der FARC bombardierte. Neben "Elkin" wurden drei weitere führende Mitglieder der Rebellenorganisation getötet, darunter der Kommandant der zehnten Front der FARC.

Indes erhebt die Guerillaorganisation schwere Vorwürfe gegen die Armee nach dem Tod mehrerer Zivilisten während eines Gefechtes am 9. Juli im Verwaltungsbewirkt Toribio. Bei dem bewaffneten Zusammenstoß hätten sich Soldaten in Wohnhäusern verschanzt, um Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen, heißt es in einer Erklärung, die vom Nachrichtenportal Anncol mit Sitz in Schweden veröffentlicht wurde.

Bei den Gefechten in einem Wohngebiet wurden nach Presseberichten mindestens sechs Zivilisten getötet und Dutzende verletzt.

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